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Stella das Zebra - ein musikalisches Purimspiel

Eine Oper für Kinder ab 8 an der Oper Dormund

Premiere: 02. Oktober 2010

weitere Termine: 07.Oktober, 09. / 11. / 14. / 16. / 16. / 21. / 22. November jeweils um 11 Uhr

Inszenierung: Mirjam Schmuck

musikalische Leitung: Michael Hönes 

Ausstattung: Agnieszka Lewandowska

Dramaturgie: Daniel Schindler

Darsteller/Musiker: Tirzah Haase, Elena Hajfiz, Michael Hönes (Klavier, Violine), Mark Rovner (Klarinette), Lisa OVermann

Regieassistenz  Carolin Vogel

PRESSE

(RuhrNachrichten, 04.10.2010)

Esther-Geschichte mit Klezmermusik und Schattenspielen
Premiere: „Stella das Zebra“ in der Kinderoper

„Stella das Zebra“ von Dramaturg Daniel Schindler erlebte am Samstagnachmittag seine mit viel Applaus aufgenommene Uraufführung. Mit einfachen, aber effektvoll genutzten Mitteln hat Mirjam Schmuck die Geschichte der Königin Esther kindgerecht in Szene gesetzt. Besonders schön sind die Traumsequenzen, die als fantasievolle Schattenspiele inszeniert die Esther-Erzählung spiegeln. Dort taucht dann auch das im Titel genannte Zebra (Lisa Overmann) auf. Das fünfköpfige Ensemble spielt Episoden dieser Geschichte mit viel Musik, die vom hebräischen Volkslied bis hin zu traditionellen Klezmer-Weisen reicht, nach. Das Anliegen, eine Brücke zur jüdischen Kultur zu schlagen, um Verständnis für das Fremde zu werben, ist mit dieser Produktion unterhaltsam gelungen.


(Westfälische Rundschau, 04.10.2010)

Furcht und Freude liegen eng beieinander

Fröhlich singen zum Schluss alle - die Darsteller auf der Bühne, die Kinder und Erwachsenen im Zuschauerraum - das jüdische Volkslied „Hava nagila“. Denn es ist Purim, eine ausgelassene jüdische Feier, die einer alttestamentarischen Geschichte gedenkt. Die junge und mutige Jüdin Esther konnte einst den persischen König Ahasveros dazu bringen, ein Pogrom abzuwenden.

Aber so fröhlich geht es in der neuen Kinderoper „Stella das Zebra“ nicht immer zu. Auch Trauriges und Böses erleben die kleinen Besucher. Denn sie erfahren aus der leidensvollen Geschichte der Juden, die immer wieder vertrieben wurden.

Stella das Zebra, als Schattenspiel eingebaut, ist Symbol: vom bösen Wolf verfolgt, wird es schließlich vom König der Wüste, dem Löwen gerettet – wie in der Geschichte Esther den persischen König mit Liebreiz überzeugen kann. Die „doppelte“ Erzählung gibt dem Stück Würze und Tiefe – und den Kindern Vergnügen, hingerissen vom leidenschaftlichen Spiel des Ensembles.
Die Erzählerin Tirzah Haase schlüpft souverän in die verschiedensten Rollen, erzählt sachlich, kann aber auch wild und aggressiv sein. An ihrer Seite spielt Mark Rovner die wunderschönen jüdischen Lieder gefühlvoll auf seiner Klarinette, die Sängerin Elena Hajfiz lässt die Melodien mit eindringlicher Stimme mitten in die Herzen der Zuschauer einfließen.